Retinitis pigmentosa


Retinitis pigmentosa ist mit ca. 1,5 Millionen Betroffenen die weltweit häufigste erblich bedingte Erblindungsursache in den Industrienationen. In Europa und den USA leiden ca. 350.000 bis 400.000 Menschen mit RP. Jedes Jahr erblinden etwa 15.000 bis 20.000 RP-Patienten. Es gibt bislang keine wirksame Behandlungsmethode für RP.

Der Begriff Retinitis pigmentosa bezieht sich auf eine Gruppe erblich bedingter Erkrankungen, die durch verschiedene Mutationen von Genen verursacht werden, welche am Sehen beteiligt oder für die Erhaltung bzw. das Überleben von Photorezeptorzellen selbst verantwortlich sind. RP führt bei den Betroffenen zu einer fortschreitenden Verschlechterung der Sehkraft. Der Zeitraum bis zur Erblindung kann von einigen wenigen Jahren bis über 20 Jahre dauern. Dabei zeigen sich erste Symptome meistens im Teenager- oder jungen Erwachsenenalter. In der Regel erblinden die Betroffenen im Alter von ca. 40 Jahren.

RP beginnt mit dem Verlust des peripheren Sehens. Nach Ausbildung eines Röhrengesichtsfeldes (Tunnelblick) schreitet der Sehverlust voran, bis auch das zentrale Sehen verloren geht.